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Brandora to B | 24. August 2019

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Was ist BRANDORA?

Was ist BRANDORA?

Viele kennen die BRANDORA Newsletter – und BRANDORA to B – doch was sonst noch hinter dem Branchendienstleister steckt, erzählt der Geschäftsführer Christophe Macht hier im Interview.

Red.: Einem großen Teil der Branche müssen Sie sich nicht mehr vorstellen – doch sicher gibt es den Einen oder Anderen, den es interessiert, wie Sie dazu kamen, BRANDORA ins Leben zu rufen.

Christophe Macht: Nach meiner Banklehre und BWL-Studium habe ich 1990 mein erstes Spielwarengeschäft in Köln eröffnet, und 4 Jahre später mein zweites. Anfang 2000 habe ich den Einzelhandel beendet und BRANDORA als virtuelle Messe für Spielzeug mitgegründet. BRANDORA hat sich schnell in der Spielzeugwelt etabliert und bietet mit seinem großen Datenschatz und vielen Projekten eine einzigartige Kombination aus fachlicher und technologischer Kompetenz.
  

Vielen ist BRANDORA durch die Newsletters in den Bereichen Spielware und Lizenzen bekannt – wie kamen Sie zu diesem Themenschwerpunkt? 

Die Newsletters sind aus der Branche heraus entstanden.  Zu unseren ersten Kunden gehörte LEGO, die jeden Monat Neuheiten auf den Markt bringen. Sie baten uns, die Zielgruppe, also den Handel zu informieren. Wir haben daher LEGO angeboten, uns einen kurzen Text zu den Neuheiten zu schicken. Dieser ließ sich gut mit den Produkten auf brandora.de verlinken und per E-Mail an Handelskontakte streuen. Die Einzelhandelsverbände waren schnell überzeugt von diesem „Neuheitenservice“ und haben uns die Kontakte ihrer Mitglieder überlassen (wir hatten 2002, da war das noch einfach möglich.). So konnten wir mit etwa 2.500 E-Mail-Adressen von Fachhändlern einen Newsletter starten, bevor das Wort – in diesem Zusammenhang – überhaupt existierte. Heute würde dies natürlich so nicht mehr funktionieren! 10.700 aktuelle B to B – Kontakte sprechen aber für sich!

 

Die Newsletters sind aber ja nicht alles… „Elevator Pitch“ bitte – was macht BRANDORA eigentlich?

Am Einfachsten erklärt sich BRANDORA anhand von vier Säulen, auf denen wir stehen:
1) Die Datenbanken: Die vorhin erwähnte „virtuelle Messe“, also die Produktdaten in unseren Datenbanken, umfassen ca. 400.000 Artikel. Gepaart mit unseren Brancheninformationen werden die Daten von Onlineshops genutzt, um immer aktuelle und hochwertige Artikeldaten abzubilden – und zwar genau so, wie die Hersteller es möchten. 
2) Eines der Attribute von Spielwaren ist die Lizenz. Die Rechteverwerter fanden den Ansatz, über eine Marke zu berichten und Lizenznehmer und Produkte mit der Marke zu verknüpfen, so interessant, dass heute alle Entertainment-Lizenzgeber mit ihren Rechten vertreten sind. Aber auch Sportmarken wie DFB, Bayern München, DFL und Head Sports sind genauso dabei wie Automobilmarken. BRANDORA ermöglicht eine umfangreiche Lizenzrecherche und einfache Kontaktaufnahme mit den Lizenzvermarktern.
3) Seit einigen Jahren haben wir die überaus erfolgreiche Jobbörse integriert. 
Zudem werden Hersteller und Händler von uns beraten, wenn es um Onlinepräsenz, Vertrieb oder Lizenzbusiness geht. Teil dieser Consulting-Dienstleistungen sind beispielsweise Lizenzseminare, die wir mit unserem Partner LizenzWerft veranstalten.
4) Unsere Redaktion stellt nicht nur die wöchentlichen Newsletters zusammen und pflegt die umfangreichen Datenbanken – was im Bereich Spiel und Spielware natürlich natürlich sehr aufwändig sein kann, sondern erstellt auch eigene redaktionelle Beiträge, die neuerdings über das Onlinemagazin BRANDORAtoB publiziert werden.
Mit Spannung erwarten wir den Livegang und die ersten Feedbacks zu unserer brandneuen Homepage BRANDORA.de – die alte Website hat uns sechzehn Jahre lang treue Dienste geleistet, aber ist optisch und funktionell nun doch in die Jahre gekommen.

 

Das Haupt-Standbein sind also Daten. Was ist Ihr Geschäftsmodell?

Wir sammeln, bearbeitet und optimieren sehr aufwendig die Artikeldaten unserer Mitglieder, den Herstellern und Lieferanten von Spielwaren. Der größte Teil in der Erfassung ist Handarbeit. Dafür haben wir langjährige Mitarbeiter bzw. Spezialisten in diversen Warengruppen. Die qualifizierten Daten sowie die zugrundeliegenden Strukturen stellt BRANDORA Handelsunternehmen und Internetplattformen gegen eine Lizenzgebühr zur Verfügung.
So gehören beide Seiten, Hersteller und Händler, zu unseren Partnern und profitieren. Sehen Sie uns als überaus gewissenhaften Mitarbeiter, der zum Preis eines Minijobs die Arbeit von mehreren Vollzeitkräften erledigt – aber auch wir können nicht zaubern!

 

Was unterscheidet Ihre Daten von „normalen“ Stammdaten?

Gute Produktdaten sind im Online-Handel eminent wichtig, um digitale Produktkataloge intelligent und damit für den Endkunden anwendungsfreundlich und komfortabel zu machen. Auch die Algorithmen der Suchmaschinen wollen mit optimierten Informationen überzeugt werden! BRANDORA Daten sind also keine reinen Artikelstammdaten, die wichtig für die Warenwirtschaft und EDI sind. Mit Stammdaten kann man aber keinen Onlineshop betreiben!
Ein Shop, die Prozesse und seine Suchfunktionen können noch so gut programmiert sein doch der Erfolg ist unabdingbar mit der Qualität der hinterlegten Daten verknüpft. Wenn ich zum Beispiel ein Spiel von Reiner Knizia suche, dann muss es reichen, seinen Namen einzugeben um alle veröffentlichten Spiele zu finden. Im Zweifel auch dann, wenn ich den Namen falsch schreibe! Die Content-Optimierung kann von der Mehrzahl der Lieferanten kaum standardisiert vorgenommen werden.

 

Gibt es bei Onlineshops einheitliche Datenformate – und wie bedienen Sie Ihre Kunden mit den qualifizierten BRANDORA – Daten?

Das ist leider meist individuell. Wir gehen auf die Bedürfnisse ein und versuchen doch unsere Standards wie Schnittstellen, Formate und Datenfeeds unterzubringen. Ein Marketplace, eine Plattform, ein Pureplayer oder ein stationärer Fachhändler haben unterschiedliche Anforderungen. Auch unterscheiden sich die Anforderungen eines deutschen Händlers von denen eines Unternehmens in der Schweiz. Wir bedienen große Key-Accounts wie Müller, Karstadt/Kaufhof, Coop oder Hugendubel u.a. mit Daten genauso gerne wie stationäre Fachhändler aller Verbände, die sogar einen komplett designten Shop mit Daten erhalten können. Über Schnittstellen werden Angebote in Marktplätze wie check24, idealo oder Youbuyda übertragen, denn diese arbeiten auch mit unseren Daten und Strukturen.

 

Für Ihre Mitglieder – also die Hersteller – ergeben sich dadurch dann welche Vorteile, wenn sie BRANDORA nutzen?

BRANDORA ist ein Spezialist für Daten und Medien. Die vielen Medienserver sind toll, aber der Aufwand ist gewaltig, bis das Produkt im Shop online ist. Bei BRANDORA liegen die durchschnittlichen Erfassungskosten bei etwa 8,50EU/Produkt – und wir verstehen was davon! Leider lässt sich das nicht standardisieren. Ein bei BRANDORA optimal hinterlegtes, klassifiziertes und katalogisiertes Produkt ist auch bei vielen Händlern optimal hinterlegt. Hinzu kommt, dass die Daten an jedem Werktag aktualisiert werden und das nicht von einem Lieferanten sondern von mehr als 200!

 

… und die Möglichkeit der Newsletter-Teilnahme bekommen sie obendrein? 

Ja eben, über die etablierten Marketingtools News und Newsletter, kommen Informationen zu Produkt-Neuheiten, Hidden Champions, Trends und Branchen-News direkt bei der Zielgruppe an. Das ist als Barter-Deal aus der Branche heraus gewachsen. News und Newsletter sind für die Mitgliedsunternehmen kostenlos – die Informationen kommen von ihnen! Viele Unternehmen, die regelmäßig über Produkte berichten, erhalten auch Feedback, das hören wir immer wieder. „Haben wir bei BRANDORA gelesen“ ist keine Seltenheit!
Auch die Jobbörse ist ein voller Erfolg. Es gibt in so vielen Unternehmen Mitarbeiter, die über BRANDORA-Anzeigen an den Job gekommen sind – das zeigt, wie einzigartig das Netzwerk ist. Mitgliedsunternehmen erhalten hier Vergünstigungen!

 

Die Spielwarenmesse naht – die Newsletters sind einer der Informationskanäle für die Branche. Wie können Branchenteilnehmer Ihre Services ideal nutzen?

Unsere Mitglieder haben den großen Vorteil, mit ihren Produktmeldungen automatisch in den Newsletters präsent zu sein, und auf BRANDORAtoB geniessen sie Vorzugskonditionen. Doch auch Nicht-Mitgliedern bieten wir gerade für die Messe die Möglichkeit, gegen Gebühr einen redaktionellen Beitrag dort platziert zu bekommen.
Dank unserer neuen Onlinepräsenz BRANDORAtoB ist das natürlich besonders attraktiv: Wir publizieren die Berichte dort, und übernehmen sie in die Newsletters.
Zudem gibt es natürlich immer die Möglichkeit, im Onlinemagazin oder in den Newsletters Bannerwerbung zu schalten.
Als besonders spannend für unsere Leser haben sich Hintergrundberichte, Personality – Geschichten und Firmenportraits erwiesen – eben Dinge, die der Handel als Geschichten und Argumente an den Konsumenten weitererzählen kann, oder den Verkäufern entsprechende Hintergründe und Argumente mit an die Hand gibt, ohne reine Produkt-PR zu sein.

 

Sie sprachen das neue Onlinejournal an – was steckt dahinter, und worin unterscheidet es sich von den Newsletters?

Konsumenten Wie eben erwähnt: Die Newsletters sind im Prinzip „reines copy & paste“: Was wir an Meldung vom Hersteller erhalten wird weitergereicht.
Oft ist das eher „trockene“ Medieninformation und aufgrund der großen Breite unserer Produktpalette recht ungefiltert.
Auf BRANDORAtoB haben wir die Möglichkeit, redaktionell „dahinter“ zu blicken, und auch mal übergreifende Themen zu thematisieren. Das reicht von Lizenzvorstellungen über Personalia bis hin zu Berichten über den digitalen Wandel im Handel oder auch Visual Merchandising- Tipps.
Gerne gelesen sind auch unsere Expertenbeiträge. Diese reichen von Lizenzwissen über Insights zu Influencer Relations bis hin zu Krisen-PR.
Eben alles, was die Branche und deren Teilnehmer bewegt.

 

Das klingt, als wäre das „System BRANDORA“ sehr vielfältig und abgerundet… wagen wir einen Blick in die Glaskugel: What’s next?

Na ja, da gibt es sehr viele Projekte und Ideen, die wir mit Partnern realisieren wollen. Unser Vorteil ist, dass wir „neutral“ sind. Weder vom Handel diktiert noch von der Industrie getrieben! Zeitnah wollen wir die Baby- und Kinderausstattung integrieren, da sind wir auf einem sehr guten Weg.
Dann ist da mein Traum vom BRANDORA-Data-Hub. Derzeit analysieren wir alle Datenanforderungen, aller am Datenkreislauf beteiligten Schnittstellen. Ziel ist, dass eine Datendrehscheibe entsteht! Damit soll ein Hersteller die Möglichkeit erhalten, passgenaue und qualitativ wertige Datenfeeds für Online-Shop, Warenwirtschaft oder EDI zu liefern. Dies in vielen Sprachen, für seine deutschen und internationalen Kunden. Die logische Erweiterung ist es dann, deutschen Herstellern zu ermöglichen ihr Sortiment auf Plattformen wie Alibaba, amazon und Ebay – in Ländern wie China, Indien oder… – anzubieten. Die Globalisierung wird durch den Brexit nicht aufgehalten, denn östlich von Europa schlummert viel Potenzial. Sales-As-A-Service funktioniert aber nur mit guten Daten und die müssen in der Landessprache verfügbar sein!

 

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