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Brandora to B | 8. Dezember 2019

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Influencer Relations: Hype oder ernstzunehmende Disziplin?

Influencer Relations: Hype oder ernstzunehmende Disziplin?

Influencer Relations stehen seit mehreren Jahren in der Diskussion. Als „neues“ Wundermittel im Marketing-Mix erlebten sie 2016/2017 ihren Höhepunkt. Insbesondere für Kinder- und Familienmarken scheint dieser Kommunikationsweg ein vielversprechender. Denn die Zusammenarbeit mit Influencern zeichnet sich vor allem durch einen großen Vorteil aus: Als Teil der Zielgruppe kommunizieren sie auf Augenhöhe und verfügen damit über eine enorme Glaubwürdigkeit. Eine glaubwürdige Empfehlung – von Kindern an Kids, von Eltern an Eltern ist wie die Empfehlung eines Freundes und damit Gold wert! Vor allem in einem sehr emotionalen Themenumfeld: Familien!

 

Richtig eingesetzt, können Influencer Relations sehr starke Ergebnisse erzielen

Die Kommunikationsdisziplin ist im Grunde nichts Neues. Neu ist, wer als Influencer gilt. Darin liegt das Erfolgsgeheimnis und die vermeintliche Unüberschaubarkeit zugleich: Influencer sind „wie du und ich“. Und genau das zeichnet ihre Wirkung aus. Richtig eingesetzt, können Influencer Relations sehr starke Ergebnisse erzielen: in Hinblick auf das Markenimage, auf eine hohe Aufmerksamkeit und nicht zuletzt auf den Abverkauf. Sie regen Diskussionen an, unterstützen bei der Positionierung, erstellen nachhaltig präsente Inhalte und agieren im besten Fall als digitale Markenbotschafter! Sie schreiben nicht nur über Themen – gerade im Bereich Kids und Familie leben sie meist die Themen. Und genau das gibt ihnen das Potenzial für Unternehmen und Marken zu „Partnern in Crime“ zu werden.

Eine strategische Planung ist das A&O

Hierfür bedarf es jedoch, wie bei allen anderen Disziplinen auch, einer strategischen Kommunikationsplanung. Wer nach dem Grundsatz handelt, „Lass ma’ was mit Bloggern machen“, nur um auf der vermeintlichen Welle mitzureiten, wird schnell untergehen, Budget versenken oder es sich mit Bloggern & Co. verscherzen. Die Kommunikationsdisziplin ist kein Allheilmittel, sondern ein aufwendiges Instrument der PR. Nicht jedes Thema eignet sich für Blogger, You-Tuber oder Instagramer. Und nicht jede Zielgruppe kann über die genutzten Kanäle erreicht werden.

Der Hype ist vorbei. Die Branche professionalisiert sich

Fest steht: Nach einigen Jahres des Hypes professionalisiert sich die Branche: auf Unternehmens- und Influencerseite. Die Spreu trennt sich immer mehr vom Weizen. Blogger, die dachten, sie könnten „mal eben“ schnell Geld verdienen, stellen fest, dass hinter dem Job weit mehr steckt als in schöne Länder zu reisen, Produkte zu testen und lecker essen zu gehen. Diejenigen, die den Job professionell und weiterhin mit Herzblut betreiben, statt jede Kooperationsanfrage willkürlich anzunehmen, weil sich damit Geld verdienen lässt, werden sich deutlich von ihren Kollegen abheben und langfristig erfolgreich sein. Wenn sie es schaffen, eine eigene Marke aufzubauen und gerade im Familienbereich mit ihren Lesern zu wachsen. Und davon gibt es bereits jetzt sehr viele. Auf der anderen Seite schauen Unternehmen inzwischen kritischer, wählen bewusst aus und verstehen, dass Influencer weit mehr als nur ein Kommunikationskanal sind und damit entsprechend honoriert werden sollten! Aktuelle Gerichtsverfahren machen deutlich, dass es sich um ernstzunehmende Multiplikatoren handelt. Jetzt sollte es darum gehen, zeitgemäße und an die Medien angepasste Urteile zu sprechen sowie die Rolle von Influencern im Vergleich zu klassischen Medien klar zu definieren.

Die neue Expertenreihe soll Orientierung im Influencerdschungel bieten, das Potenzial aufzeigen, aber auch Grenzen verdeutlichen. Sie gibt Tipps für die optimale Auswahl und Ansprache der potenziellen Kooperationspartner, beleuchtet, welche Kriterien insbesondere im Kinder- und Jugendbereich wichtig sind – und zeigt die rechtlichen Fallstricke. Vertragsinhalte werden ebenso aufgegriffen wie Möglichkeiten der Evaluation. Und die Tatsache, dass es in diesem Fall nicht (immer) auf die Größe ankommt.

Sie möchten mehr zu diesem Thema erfahren?

Hier geht es zum nächsten Teil der Serie

Die Autorin

 

 

Tomma Rabach leitet die Agentur rabach kommunikation in Hamburg. Gemeinsam mit ihrem Team berät sie (inter)nationale Kunden insbesondere in den Bereichen Kids/Familie und Food.

 

 

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