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Brandora to B | 22. September 2019

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Kind + Jugend 2019: Interview mit Jörg Schmale

Kind + Jugend 2019: Interview mit Jörg Schmale

Für die kommende Kind + Jugend sieht sich die Koelnmesse hervorragend aufgestellt: Erneut werden rund 1200 Anbieter aus ca. 50 Ländern zu Gast sein.

Zur kommenden Kind + Jugend vom 19. bis 22. September 2019 erwartet die Koelnmesse erneut eine hervorragende Ausstellerbeteiligung aus dem In- und Ausland. Mit rd. 1.200 Anbietern aus rd. 50 Ländern ist die Messe die weltweit wichtigste Messe für die Baby- und Kinderausstattungsbranche. Über 85 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Neben Top-Anbietern in allen Segmenten zeigen auch zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen, welche Innovationen und Weiterentwicklungen in der kommenden Saison zu erwarten sind. Darüber hinaus erhalten Start-Ups im Rahmen von Gemeinschaftsständen auf der Messe mehr Sichtbarkeit. Mit den Bereichen Kinderwagen, Kindersitze, Kindermöbel, textile und Pflege-Ausstattungen, Hygieneartikel, Lernspielzeug und Spielwaren deckt die Kind + Jugend das gesamte Produktspektrum für die ersten Baby- und Kleinkindjahre ab.

Jörg Schmale, Director Kind + Jugend, Koelnmesse

Wir sprachen mit Jörg Schmale, Director der Kind + Jugend, Koelnmesse.

BRANDORAtoB: Die Kind und Jugend wird das nächste Messehighlight im Jahreskalender der Baby- und Kinderartikel – Branchen sein. Trotz internationalem Wettbewerb präsentieren Sie sich in Köln mit ca. 80% Auslandsanteil als internationale Leitmesse. Wie halten Sie die Kind und Jugend so attraktiv und einzigartig, auch für Marktteilnehmer anderer Kontinente?

Jörg Schmale: Die Stichworte sind Konzeption, Innovation und Service. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir das Konzept der Kind + Jugend regelmäßig überprüfen, anpassen und bei Bedarf zielgruppenorientiert weiterentwickeln. Deshalb suchen wir an vielen Stellen im Vorfeld, während und nach der Messe den Dialog mit unseren Ausstellern, mit unseren Partnern sowie mit unseren Besuchern. Dem Thema Innovation, eine der Triebfedern der Branche, geben wir darüber hinaus auf der Messe viel Raum: Durch wegweisende Sonderschauen, den renommierten Innovation Award, den Kids Design Award oder auch durch das Trend Forum. Daneben feilen wir konsequent an unseren Services: Der Messeaufenthalt soll für Aussteller wie Besucher effektiv sein, d. h. jeder Teilnehmer soll seine Ziele bestmöglich erreichen. Ein Beispiel ist die stetige Optimierung unserer Matchmaking 365 Plattform. Alle Maßnahmen zusammen sorgen dafür, dass die Kind + Jugend eine hochgradig dynamische Messeplattform bleibt – und das spricht sich rum.

Impressionen Kind und Jugend 2018: Kinderzimmer – Einrichtung

BRANDORAtoB: Durch protektionistische Tendenzen am Weltmarkt ändern sich auch Handelsvoraussetzungen. Spüren Sie diese Entwicklung als Messeveranstalter – und wenn ja, wie begegnen Sie der Situation? Eine Möglichkeit wären ja, wie in anderen Branchen üblich, regionale Auslandsmessen zu veranstalten.

Jörg Schmale: Als international tätige Messegesellschaft sehen wir die Tendenz zu Handelsbeschränkungen durchaus mit Sorge. Allerdings zeigen sich aktuell noch keine Auswirkungen auf die Kind + Jugend. Die Buchungslage ist unvermindert gut, ja, in diesem Jahr stellen sogar wichtige Companies wie Silver Cross, Bugaboo und Mattel nach teils längerer Abwesenheit wieder aus. Darüber hinaus haben wir größere Neuzugänge zu verzeichnen, wie z.B. APOLO Baby aus Japan, Felice aus Italien oder Warmbeke aus Frankreich. Das zeigt, dass die Kind+ Jugend als Marketinginstrument für Marktführer genauso wie für mittelständische und kleinere Unternehmen nach wie vor hochattraktiv ist. 

Damit erreichen wir ein hoch internationales, zu 75% nicht deutsches Publikum. Und dennoch oder gerade deshalb wollen wir auf regionale Events nicht verzichten. 

So sind wir mit eigenen Messen im Baby- und Kleinkindbereich bereits in Brasilien und in China wirksam. Mit großem Erfolg veranstalten wir in Sao Paulo das Messeduo Fit / Pueri Expo, in China in Kooperation mit dem TJPMA-Verband die China Kids Expo. Die Fit / Pueri Expo verzeichnet z. B. in diesem Jahr (13.-16. Juni) erneut ein Ausstellerwachstum von 16 Prozent. Der positive Trend der letzten Jahre setzt sich weiter fort. 

BRANDORAtoB: Der digitale Wandel fordert alle Marktteilnehmer heraus – und ändert Strukturen. So gibt es auch im Babybereich mittlerweile beispielsweise Hersteller, die direkt an Konsumenten verkaufen.
Wäre es denkbar, die Messe – vielleicht auch partiell – Konsumenten zugänglich zu machen, um auch „Direct-to-Consumer“ – Produzenten mit abbilden zu können?

Jörg Schmale: Ein klares Nein: denn es entspricht explizit nicht dem mehrheitlichen Wunsch unserer Aussteller. Die Kind + Jugend ist eine fest etablierte, hoch-effiziente internationale B-to-B-Plattform, auf der neben dem aktuellen Produktsortiment viele Innovationen und Prototypen gezeigt werden. Diese sind noch lange nicht dem Endverbraucher zugänglich oder werden es teils auch gar nicht. Dieser klare Fokus ist für den Erfolg der Businessplattform Kind + Jugend entscheidend.

Impressionen Kind und Jugend 2018: Kinderwagen und Autositze

BRANDORAtoB: Das Thema Digitalisierung macht weder vor dem Handel, noch vor Herstellern Halt. Produktseitig kennen wir die Branche als sehr innovationsfreudig, strukturell erleben wir sie jedoch oft bodenständig.
Wie ist Ihr Blick auf die Babybranche? Und wie können Sie mit der Kind und Jugend bei der digitalen Transformation unterstützend unter die Arme greifen?

Jörg Schmale: In der Tat wirkt sich die Digitalisierung auch in der Baby- und Kleinkinderbranche aus. Zum einen produkttechnisch, denn vor allem im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheit bieten digitale Technologien Eltern und Kindern viele Vorteile, wie man auch auf unserem „Connected Kidsroom“ sehen wird. Darin liegen erst einmal große Chancen.

Zum anderen stellt die Digitalisierung aber die Hersteller vor große Herausforderungen bei Produktion und Verwaltung, aber insbesondere auch bei den Absatzkanälen. Dies thematisieren wir auf unserem Trend Forum in der Halle 11.1., wo wir Experten einladen, die über Ihre Erfahrungen mit digitalen Strategien im Absatzkanal berichten oder auch Blogger, die über erfolgreiche Kommunikation im Social-Media Zeitalter sprechen. Diese Angebote richten sich sowohl an den Handel als auch an den Hersteller.

 

BRANDORAtoB: Die Kind und Jugend ist nicht nur reine Ausstellungsfläche für Hersteller, sondern wartet auch mit vielen Sonderflächen und Events auf. Dürfen sich Besucher für 2019 auf Altbewährtes freuen, oder haben Sie Neuigkeiten in peto?

Jörg Schmale: Die Sonderschauen zum Innovation Award, zum Kids Design Award und dem Design Parc haben sich in der Kind + Jugend hervorragend etabliert. Sie sind Publikumsmagneten, denn sie bieten sehr kompakt und sehr anschaulich einen guten Überblick über aktuelle Trends. Auch der „Connected Kidsroom“ hat sich zu einem wichtigen Informationstool entwickelt ebenso wie das „Trend Forum“, die Bühne, auf der nicht nur die Awards verliehen und gefeiert werden, sondern auch zahlreiche Vorträge und Panels Informationen zu Trends und wichtigen Branchenfakten vermitteln. Hier werden wir in diesem Jahr mit einer neuen Vortragsreihe das Augenmerk auf Consumer Trends in wichtigen Zielmärkten lenken. Diese werden von Eltern- und Kind-Medien aus verschiedenen Ländern trendgerecht aufbereitet und anschaulich präsentiert. 

Darüber hinaus präsentieren wir auch zum ersten Mal eine internationale Start Up Area. Wir bieten jungen Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind, die Möglichkeit, sich in diesem Bereich dem internationalen Einkäuferpublikum vorzustellen, im unmittelbaren Umfeld der Sonderschauen. Die zur Verfügung stehende Fläche ist nahezu ausgebucht, und wir freuen uns auf neue, frische Ideen und Produkte.

Impressionen Kind und Jugend 2018: Spielzeug, Lesen, Lernen

BRANDORAtoB: In den vergangenen Jahren haben Sie wie erwähnt den „Connected Kidsroom“ näher beleuchtet. Auch Elektromobilität gerät für den Babybereich mehr in den Fokus. Gibt es neue Buzzwords und Themenkomplexe, die aus ihrer Sicht die Branche umtreiben?

Jörg Schmale: Für viele Eltern und ihren Nachwuchs wird Nachhaltigkeit in der Erzeugung und der Umweltaspekt immer wichtiger. Wir werden diesen Trend deshalb stärker in den Fokus rücken.

So bieten wir allen Ausstellern in Kooperation mit dem Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) an, dass wir sie gesondert listen, wenn sie nachweislich zertifiziert nachhaltige Textilien verarbeitet haben. Somit kann jeder Einkäufer sich schnell einen Überblick über nachhaltige Produkte und ihre Anbieter verschaffen. Im Moment bezieht sich die Prüfung nur auf textile Materialien, wir wollen das Thema in der Zukunft aber noch weiter ausbauen. 

BRANDORAtoB: Vor zwei Jahren ist die Kind und Jugend um eine Halle gewachsen. Hat sich die jetzige Größe bewährt? Oder ist da noch Luft nach oben für Themenbereiche, die die Messe umfassender abbilden könnte oder gar für neue Themen?

Jörg Schmale: Mit der Halle 4.1 hat die Kind + Jugend eine gute Entwicklung erlebt. Die Erweiterung hat der Struktur und dem Angebotsspektrum gutgetan, von daher sind wir sehr zufrieden mit der jetzigen Situation. Das heißt aber nicht, dass es uns nicht wichtig ist, die Messe stets auch thematisch weiterzuentwickeln. Ein paar Ideen haben wir schon, aber die müssen zunächst weiter reifen. Wir beobachten die Branche und ihren Markt und sind für neue Ideen jederzeit offen. 

BRANDORAtoB: Wenn Andere Sommerferien machen, ist bei Ihnen Hochsaison. Wie schaffen Sie es, trotz hoher Temperaturen, heisslaufender Telefonleitungen und Vor-Messe-Rummel einen kühlen Kopf zu bewahren, sodass Sie die Messe dann im September entspannt genießen können?

Jörg Schmale: Im August haben wir schon einen Großteil unserer Marketingaktivitäten abgeschlossen. Die Aussteller haben zu diesem Zeitpunkt ihre Standzuteilung erhalten, die Hallenplanung ist in der Regel fertig, das Eventprogramm steht nahezu. Es bleibt dann immer noch viel zu tun, aber viele Fragen zum Standbau, zur Anlieferung oder zu den Serviceleistungen werden nun von den Kollegen aus dem Servicebereich der Koelnmesse übernommen. Als Vater von drei Kindern, davon eins noch in der Schule, nutze ich selbst die Sommerferien, bevor es dann im September rund geht. Und für den kühlen Kopf sorgt die Klimaanlage im Büro. 

Herr Schmale, vielen Dank für das Gespräch.

Link zur Koelnmesse

Link zur Messe – Homepage der Kind + Jugend

 

 

 

 

 

Dieser Artikel ist ein bezahltes Advertorial.

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