Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image

Brandora to B | 16. Oktober 2019

Nach oben scrollen

Oben

Larian zieht Angebot an Mattel zurück

Larian  zieht Angebot an Mattel zurück

Isaac Larian, Gründer und CEO von MGA Entertainment, zieht sein Angebot an Mattel zurück. Bislang war er in Verhandlungen zur Zusammenführung beider Unternehmen.

Am Mittwoch zog Larian seine neueste Offerte an Mattel zurück

Wie Larian in einem Interview mit Yahoo Finance sagte, sei die Sache sehr klar: Mattel ist in großen, großen Schwierigkeiten. „Offen gesagt gab ich die Fusionsgespräche auf – wir fassten eine Übernahme ins Auge – nachdem ich bei meiner Recherche herausfand, dass Mattel in einer derartigen Lage ist, dass ich nicht glaube, sie könnten gerettet werden. Das Wasser steht ihnen bereits bis zum Hals, und sie werden den selben Weg gehen, den auch Toys R Us ging“, so Larian.

„Mattel ist zahlungsunfähig“, fügte er hinzu.

Seine Offerte von vor einigen Wochen zog Larian am Mittwoch zurück. Verantwortlich für diesen Schritt machte er ein unkooperatives Mattel Management – Team sowie eine Marke, die seiner Meinung nach in starken Schwierigkeiten steckt.

Vielmehr denkt Larian wohl darüber nach, Mattels Marken zu einem späteren Zeitpunkt aus der Insolvenzmasse gegebenenfalls günstig zu erwerben.

Auf diese Nachricht hin gab der Aktienkurs des Barbie-Herstellers um über 4% nach.

Mattel stellt die Lage anders dar.

Mattel selbst widersprach Larains Darstellungen: Laut eigener Aussage schloss das Unternehmen das letzte Quartal mit einer positiven Bilanz von 380 Mio USD ab. Zudem bestünde eine Kreditlinie in Höhe von 1.6 Mrd. USD, die das Unternehmen technisch gesehen derzeit nicht zahlungsunfähig macht.

Trotz allem steht Mattel unter starkem Druck: Der neue CEO, Ynon Kreiz, verordnete dem Unternehmen einen Kosteneinsparungsplan von 650 Mio USD, und Mattel schloss das erste Quartal mit einem Schuldenstand von 2.8 Mrd USD ab, von denen ein Teil in den nächsten Jahren fällig wird.

Der Mattel-Marke Fisher Price droht darüberhinaus womöglich ein äußerst kostspieliger Rechtsstreit, da der „Rock ’n Play Sleeper“, eine Babywippe, zu 30 Kindstoden führte. Das Produkt jedoch sei nach Herstelleraussagen fehlerfrei.

„Da gibt es einfach zu viel Unrat, der bei Mattel beseitigt werden muss“, so Larian in einem Interview mit der L.A. Times, „Zur Zeit ist es das Beste für MGAE, das Vorhaben mit Mattel nicht weiter zu verfolgen.“