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Brandora to B | 22. September 2019

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„Zusammen unterwegs“ – die Mitgliederversammlung des DVSI

„Zusammen unterwegs“ – die Mitgliederversammlung des DVSI

Bei typischem DVSI-Kaiserwetter fand letzte Woche die jährliche Mitgliederversammlung vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in Nürnberg statt.

Spielzeugsicherheit, Nachhaltigkeit oder die Förderung der Spielkultur sowie die Arbeit an einem klaren Profil und den Serviceleistungen sind Themen, mit denen sich der DVSI sich in den nächsten Jahren beschäftigen will.

Das betonte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil auf der Mitgliederversammlung in Nürnberg, die vom 3. bis 4. Juli 2019 bei Europas führender Verbundgruppe, der VEDES, stattfand. Brobeil präsentierte den Mitgliedern auf charmante Art und Weise ein inhaltlich wie wirtschaftlich sehr erfolgreiches DVSI-Jahr 2018, das von einer Vielzahl von Projekten geprägt war.

Ulrich Brobeil begrüßte seine Gäste am Dutzendteich

Get-Together am Dutzendteich

Rund 80 geladene Gäste, sozusagen die Crème de la Crème der deutschen Spielwarenbranche, amüsierten sich am Vorabend der Mitgliederversammlung bei ausgelassener Stimmung, bestem Wetter, fantastischem Essen und einem unglaublich angenehmen Flair am Dutzendteich in Nürnberg.

„Gemeinsam statt einsam“ trifft auf „Zusammen unterwegs“

Am Donnerstag begrüßte Dr. Thomas Märtz mit den Worten „gemeinsam statt einsam“ die zahlreich anwesenden DVSI-Mitglieder in der VEDES-Zentrale. DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil griff das Motto auf und machte unter dem Slogan „Zusammen unterwegs“ in seinem Rechenschaftsbericht deutlich, dass der DVSI die Plattform für den Austausch und Dialog untereinander ist und dass gerade die heterogene Struktur der Mitglieder zu den großen Stärken des Verbandes zählt.

Neben dem Dialog zählen Positionierung, Interessenvertretung nach Außen, das vielfältige Serviceangebot sowie die interne und externe Kommunikation zu den zentralen Aufgaben des DVSI. 

Der DVSI-Geschäftsführer verwies bei der Vorstellung der „Strategie 2025“ auf fünf Schwerpunkte, die in den kommenden Jahren neben der Spielzeugsicherheit die Arbeit des Verbandes prägen werden. Dazu zählten die Themenkomplexe Nachhaltigkeit, menschwürdige Arbeitsbedingungen, die Förderung der Spielkultur, der Brexit sowie auch die rechtssichere Klärung der Systembeteiligungspflicht im Rahmen des neuen Verpackungsgesetzes. „Beim Thema Nachhaltigkeit,“ so Brobeil, „sind wir auf einem guten Weg, wie die von uns unterstützte bio!TOY-Konferenz gezeigt hat. Als Verband müssen wir eine Klammer schaffen, damit wir mehr in Kreisläufen denken.“ Hinsichtlich der Förderung der Spielkultur kündigte Brobeil ein Trägermodell an, das von relevanten Akteuren in der Spielwarenbranche getragen werden soll. Außerdem will der DVSI bis 2025 rund 50 neue Mitglieder gewinnen, um „die fiskalische und organisatorische Gesundheit“ weiter zu stärken. Der Verband schloss das Geschäftsjahr mit einem Plus ab. „Wir haben gut gewirtschaftet“, sagt Brobeil. Der Jahresabschluss wurde einstimmig genehmigt, Vorstand und Geschäftsführung entlastet.

Der „neue“ engere Vorstand des DVSIs – von links nach rechts: Ulrich Brobeil, DVSI; Karen Pascha-Gladyshev, Lego GmbH; Paul Heinz Bruder, Bruder Spielwaren, Dr. Rainer Noch, Noch GmbH & Co.; Frank R. Schneider, rollytoys KG sowie Felix Stork, Simba Dickie Group

Aufgrund des Ausscheidens von Frédéric Lehmann, ehemaliger Geschäftsführer der Lego GmbH, und Jörg Vallen, Geschäftsführender Gesellschafter der Busch GmbH & Co. KG, aus dem Engeren Vorstand des DVSI stellten sich Karen Pascha-Gladyshev, Nachfolgerin von Lehmann an der Spitze Legos, sowie Dr. Rainer Noch, Geschäftsführender Gesellschafter der Noch GmbH & Co. KG und bisher Mitglied im Erweiterten Vorstand, zur Wahl. Beide Kandidaten wurden gewählt.

Dr. Rainer Noch, Geschäftsführender Gesellschafter der Noch GmbH & Co. KG

 

 

„Natürlich freue ich mich sehr, dass ich in den engeren Vorstand des DVSI gewählt wurde. Der DVSI ist ein Industrieverband mit einer sehr heterogenen Mitgliederstruktur. Die Bandbreite geht von Herstellern von Kleinkinderspielzeug bis zu Anbietern von Produkten für diverse Erwachsenenhobbys; von Kleinstunternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern bis zu multinationalen Global Playern wie LEGO oder Mattel. Ich sehe mich im Vorstand als den Vertreter der Interessen des kleinen Mittelstands und natürlich möchte ich der Branchengruppe „Modellbau und Modellbahn“ eine Stimme geben.“ freut sich Dr. Rainer Noch über die gewonnene Wahl in den engeren Vorstand.

„Die Spielwarenbranche hat eine besondere Bedeutung und Verantwortung, denn die Hauptzielgruppe all unserer Bemühungen sind Kinder. Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und sie zu fördern motiviert mich jeden Tag in meiner Arbeit.  Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit im DVSI Aufsichtsrat und bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam die Interessen der Kinder als auch der Unternehmen in der Spielwarenindustrie optimal vertreten können.“ blickt Karen Pascha-Glasyshev, Geschäftsführerin der Lego GmbH, voller Tatendrang in die Zukunft.

Zugleich kündigte Ulrich Brobeil einen „Paradigmenwechsel“ in der Zusammenarbeit mit dem BVS an. Um Ressourcen effektiv zu nutzen und Kompetenzen zu bündeln führen beide Verbände ab nächstem Jahr eine gemeinsame Jahresveranstaltung durch.

 

Die neue Seidenstraße – steht ein chinesisches Jahrhundert vor der Tür?

In einem spannenden und inspirierenden Vortrag über die neue Seidenstraße stellte Prof. Dr. Taube im Rahmen der Mitgliederversammlung die Frage, ob ein chinesisches Jahrhundert vor der Tür steht, also ob bzw. welche Führungsrolle China in einem neuen Wirtschaftsraum einnehmen wird.

Anmerkung der Redaktion: Einen ausführlichen Bericht über den interessanten Vortrag von Herrn Prof. Dr. Taube finden Sie hier: Die Neue Seidenstraße – Chancen und Herausforderungen

Save the date

Die nächste DVSI-Mitgliederversammlung findet somit am 1. bis 2. Juli 2020 in Köln statt; am 7. bis 8. Juli 2021 ist dann der DVSI in Nürnberg Gastgeber des Branchentreffens. „Die Sondierungen im Vorfeld der Mitgliederversammlung haben klar gezeigt“, begründet Ulrich Brobeil diesen Schritt, „dass unsere Mitglieder die Kooperation ausdrücklich begrüßen.“

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