Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image

Brandora to B | 24. April 2019

Nach oben scrollen

Oben

Keine Kommentare

RAPEX wird zu Safety Gate

RAPEX wird zu Safety Gate

„Mit nur einem Klick von unsicheren Produkten fernbleiben“ – das verspricht das europäische Schnellwarnsystem „Safety Gate“. Die Europäische Kommission veröffentlichte eine Übersicht über die gemeldeten Produkte 2018.

RAPEX heisst jetzt Safety Gate. Und will anwenderfreundlicher sein. Was als Informationsplattform für EU-Länder untereinander begann, wurde schnell zum Recherchetool für Konsumenten. Die schiere Flut an gemeldeten Produkten  lässt diese bisweilen allerdings mit einem latenten Unwohlsein zurück – denn betrachtet man die Zahl der Meldungen, wirkt es ähnlich wie bei Testheften: Nichts scheint mehr sicher.

Im Jahr 2018 waren es 2257 Produkte, die auf der Plattform gemeldet wurden. Basierend darauf wurde in Summe 4050 mal in den jeweiligen Ländern von Amts wegen diesen Fällen nachgegangen.

Um Konsumenten besseren Zugang zum Schnellwarnsystem zu gewährleisten, wurde die Struktur der Seite sowie der Name vom sperrigen RAPEX (Rapid Exchange of Information System) zu Safety Gate geändert. Die URL jedoch bleibt weiterhin etwas sperrig: https://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/alerts/ (für mehr Convenience mit entsprechendem Link hinterlegt)

Die Warnungen sind nunmehr in 25 Sprachen hinterlegt – und es gibt neben der Suche auch einen wöchentlichen Report un die Möglichkeit eines Abos.

Vier große Online – Marktplätze haben sich bereiterklärt, mit der Kommission zusammenzuarbeiten: Amazon, Ebay, Rakuten France sowie Alibaba nehmen Produkte vom Marktplatz, die über das System gemeldet werden. Es kommt jedoch vor, so zeigen Tests, dass gleichartige Artikel unter neuem Namen dann schnell wieder erscheinen.

Rossmann und dm verfassten hierzu letztes Jahr einen Brandbrief an die Bundesregierung. Ihre hauptsächliche Kritik – wie auch die des DVSI für den Spielwarenbereich: Auf Plattformen werden nicht konforme Produkte in den EU-Markt eingeführt und kaum kontrolliert. Die Inverkehrbringer diskreditieren ganze Branchen mit ihren unsichren Produkten – und sind nicht greifbar.

Auch die ARD befasste sich ausgiebig mit solchen über Amazon vertriebenen Artikeln.

Mehr als drei Viertel der gemeldeten Produkte nämlich stammen aus nicht-Rapid Alert System – Mitgliedstaaten, mit 53% hauptsächlich aus China, Hong Kong und Taiwan.

Quelle: EU Kommission (Click)

In ihrem Jahresbericht stellt die EU Kommission eine Auffällige Häufung von „squeezable toys“ (23 Meldungen) heraus: Zumeist entsprachen diese aus chemischen oder baulichen Gründen nicht der EN 71.

 

Kommentar schreiben