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Brandora to B | 19. Juli 2019

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Wikinger auf Siegesfahrt

Der Gewinner des „Blauen Pöppel“ steht fest: „Tal der Wikinger“ ist Kinderspiel des Jahres 2019.

Das Autorenpaar Marie und Wilfried Fort freuen sich mit dem herausgebenden Verlag Haba.

Der Kinderspieljahrgang 2018 war eher schwach. Und sicher haben sich die Teams um den Zweit- und Drittplatzierten dieses Jahr geärgert, im verhältnismässig starken Jahrgang mit ihren tollen Spielen „Go Gecko Go!“ und „Fabulantica“ angetreten zu sein.

Faszinierend nämlich sind alle drei Titel gleichermaßen – und durchaus unterschiedlich in ihrer Art.

Eine ausführliche Beschreibung aller drei Titel finden Sie hier.

 

Große Auswahl – intensive Tests

Knapp 200 Kinderspielneuheiten bringen die Verlage heuer auf den Markt. Davon wurden rund 125 Spiele genauer unter die Lupe genommen.

Beteiligt bei der Prüfung auf Herz und Nieren waren Kinder und Familien in Schulen, KiTas und in privaten Spielrunden. In einem Diskussionsforum wurde intensiv über die Qualität und das Spielgefühl der Spiele diskutiert, und so kristallisierten sich dieses Jahr zehn Spiele für die Auswahlliste heraus.

Die Bandbreite an Mechanismen ist dabei recht hoch – und schwerpunktmässig finden sich Geschicklichkeitsspiele in den diesjährigen Verlagsprogrammen. Auch kooperative Spiele stehen weiterhin hoch im Kurs, und es zeigt sich: Aktive Kommunikation und gewinnbringendes Teambuilding funktionieren auch schon bei jüngeren Kindern hervorragend.

Tiere und Monster sind thematisch eindeutig ein Schwerpunkt des Spielejahrgangs. Daneben tummeln sich aber auch Helden und Märchengestalten auf den Spielbrettern.

Doch nicht jedes Spiel, das optisch überzeugt, schafft es auch in die Herzen der Jury: Da gibt es hier mal technische Mankos, dort Schwächen in der Anleitung – und andernorts wiederum hapert es an der Genauigkeit und Klarheit der Übersetzung.

Bei der Verleihung des Awards, die erstmals im ehemaligen Hauptzollamt in der Speicherstadt Hamburg einen würdigen und zeitgemäßen Rahmen fand, standen neben den drei Anwärterspielen nebst Teams auch 22 SchülerInnen einer Hamburger Schule, die im Rahmen einer Projektwoche mit ihrer Klassenleitung die Spiele kritisch testeten – denn wichtig ist natürlich, dass die gekürten Titel nicht nur bei der Jury ankommen, sondern auch bei der Zielgruppe.

Und diese hat es gar nicht mehr so leicht, Zeit zum freien Spielen zu finden, angesichts all der Termine, die Kinder so in ihren Kalendern haben.

Sabine Koppelberg, Koordinatorin der Jury Kinderspiel des Jahres, bedauert: „Es ist schwerer geworden für Kinder, Zeit zu finden, gemeinsam mit den Eltern und anderen Kindern zu spielen.“

Sowohl für die Verlage, als auch für die Autoren ist der Award nicht nur eine ideelle Auszeichnung: Das prämierte Spiel kann sich auf eine starke Absatzsteigerung freuen, da das Siegel „Kinderspiel des Jahres“ eine etablierte Größe ist. Käufer vertrauen auf das Urteil der Jury, und greifen angesichts der zahlreichen Titel oft „blind“ nach dem prämierten Spiel. Zugleich ist es natürlich herausfordernd für den Sieger-Verlag, jetzt die Produktion so schnell hochzufahren, dass die Nachfrage für das umsatzstarke 4. Quartal rechtzeitig befriedigt werden kann.

Auch die Autoren fiebern mit und nutzen die Gelegenheit, mit Kindern am Spieltisch zu sitzen:

Fette Beute für Haba

Preisträger: Tal der Wikinger

Die Beute des Tages, den „blauen Pöppel“, darf Haba und das französische Autorenduo Marie und Wilfried Fort mit nach Hause nehmen. Das Übersetzen der Antworten auf der Bühne übernahm der stolze Marketing- und Vertriebsleiter von Haba, Wolfgang Pöhlau, der vor allem seinem gesamten Team dankte. Auch Maximilian Meinzold, der für die grafische Ausgestaltung verantwortlich zeichnet, freut sich sehr über diesen gelungenen Einstieg in die Welt der Spiele-Illustration.

So sehen Sieger aus: Das Team rund um das Spiel „Tal der Wikinger“ mit Kindern der Test-Schulklasse

Das Gewinnerspiel vereint Geschick und taktisches Denken. Da fliegen schon mal die Holzfässer und die große Bowlingkugel, wenn die Wikinger zu doll kegeln – und mit dem Spielmaterial auch die Gemüter: Denn Frust müssen die jungen SpielerInnen ab 6 aushalten können, wenn ihr Münzschatz geplündert wird. Doch durch die schnelle Abfolge von ausgeraubt werden, und selbst Beutezüge machen, nivellieren sich die Emotionen auch schnell wieder ein.

Neben den drei Preis-Anwärtern empfiehlt die Jury folgende Spiele:

  • Bauernhofbande, Haba
  • Concept Kids Tiere, Repos Productions
  • Magic Maze Kids, Pegasus Spiele
  • Monster Match, Kosmos
  • Monster-Bande, Drei Hasen in der Abendsonne
  • Octopus, Djeco
  • Voll verwackelt, Queen Games